
Jahr für Jahr kommen in unseren Autos immer mehr neue Technologien hinzu. Ob sie unserer Sicherheit oder unserem Komfort dienen oder die Möglichkeiten von Fahrer und Passagieren erweitern - eines ist sicher: Die Automobilbranche durchlebt eine der sich am schnellsten verändernden Phasen ihrer Geschichte. Bordcomputer, Rückfahrsensoren oder Fahrassistenzsysteme werden langsam zum Standard. Jahr für Jahr werden wir auf den Straßen immer häufiger Hybrid-, Elektro- oder wasserstoffbetriebene Autos sehen und in etwas fernerer Zukunft womöglich auch autonome Autos. Viele dieser Technologien werden jedoch nicht nur von einzelnen Herstellern eingeführt, sondern über die Gesetzgebung der Europäischen Union als vorgeschriebene Fahrzeugausstattung. Autos werden teurer, aber auch sicherer und bieten mehr Möglichkeiten. Hinzu kommen die Kosten durch die verschärften CO2-Emissionsvorgaben, die den Herstellern auferlegt werden. Wie Łukasz Paździor, Geschäftsführer von Mazda Poland, prognostiziert, werden schon 2020 die Preise für Neuwagen um 10-20 Prozent steigen. Und das ist erst der Anfang, weshalb es sich derzeit lohnt, mit wachsamerem Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt zu schauen.
In den kommenden Jahren werden durch neue Regelungen des Europäischen Parlaments weitere neue Technologien als Pflicht in unsere Autos einziehen, die man sich vor zehn oder fünfzehn Jahren wohl nur als Träumer vorstellen konnte. Jedes der unten vorgestellten Systeme soll schon ab 2022 vorgeschriebene Ausstattung neuer Autos sein.
Bei einer langen, monotonen Fahrt lässt sich nicht die ganze Zeit hundertprozentige Konzentration halten. Um das Verlassen der Fahrspur zu verhindern, entstand der Lane Assist - ein System, das mithilfe der an der Fahrzeugfront angebrachten Kameras die Position des Autos in Bezug auf die aufgemalten Fahrbahnmarkierungen analysiert. Fährt dein Fahrzeug auf eine Linie, korrigiert das System automatisch deinen Fahrkurs.
Das das Unfallrisiko senkende automatische Bremssystem kann auf Basis von Kamera- und Radardaten die Gefahr einer Kollision vorhersehen. Tritt eine potenziell gefährliche Situation auf, macht das System den Fahrer darauf aufmerksam und leitet anschließend selbsttätig das Notbremsmanöver ein.
Auch Toter-Winkel-Assistent genannt, verringert dieser Sensor die Gefahr, die durch den toten Winkel in den Autospiegeln entsteht. Taucht im Bereich des toten Winkels eine Gefahr auf, benachrichtigt das System den Fahrer sofort mit einem akustischen oder optischen Signal.
Werden wir gerade Zeuge des Anfangs vom Ende betrunkener Fahrer auf den Straßen? Das ab 2022 vorgeschriebene System der Alkohol-Wegfahrsperre arbeitet mit der Zündanlage des Autos zusammen. Um den Motor zu starten, muss der Fahrer zunächst in das Mundstück des „Alkomaten“ pusten, und erst nach Bestehen dieses Tests kann er das Auto starten.
Bei einer langen Reise, besonders nachts, sind Fahrer einem Konzentrationsabfall ausgesetzt, der tragische Folgen haben kann. Um das Risiko zu senken, kommt ein System zu Hilfe, das vor einem Konzentrationsabfall der das Fahrzeug lenkenden Person warnt. Die im Fahrzeuginneren angebrachten Sensoren verfolgen die Augenbewegungen des Fahrers und geben bei Anzeichen von Schläfrigkeit, Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit ein warnendes akustisches oder optisches Signal ab.
Vor allem mit Flugzeugen und Katastrophenfilmen verbunden, zeichnet dieses GPS-artige Gerät fortlaufend die Fahrzeugparameter auf, die bei der Untersuchung eines möglichen Unfalls nützlich sein können. Das System erfasst Daten wie unter anderem Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsen, Straßentyp oder Fahrtdauer.
Ein intelligentes System, das den Fahrer zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit ermahnt. Eine an der Windschutzscheibe des Autos angebrachte Kamera liest die geltenden Tempolimits von den Schildern ab und vergleicht sie mit den von GPS und Straßenkarten gelieferten Daten. Auf dieser Grundlage reduziert die Technologie die Leistung des Autos auf ein Maß, das ein regelkonformes Fahren erlaubt.
In der Welt der Motorisierung sehen wir immer seltener das einst typische Bild eines Fahrers, der sich im Sitz umdreht, um zu sehen, was sich hinter seinem Auto befindet. Diese beim Parken oder Rückwärtsfahren unschätzbare Technologie erlaubt es dank eines Kamerasystems, die Ansicht hinter dem Fahrzeug auf einem Bildschirm anzuzeigen.
Ein System, das den hinter uns fahrenden Fahrer davor warnt, dass wir eine Notbremsung eingeleitet haben. Das pulsierende STOP-Licht schaltet sich bei plötzlichem Abbremsen während der Fahrt über 55 km/h oder beim Auslösen des ABS-Systems automatisch ein.
Alles deutet also darauf hin, dass wir an der Schwelle einer technologischen Revolution in der Automobilbranche stehen. Neue Autos werden sicherer sein, aber auch häufiger die Kontrolle vom Fahrer übernehmen, was nicht unbedingt allen gefallen dürfte. Sicher wird auch die Notwendigkeit, so viele Technologien einzuführen, dazu führen, dass neue Autos künftig noch teurer werden. Deshalb lohnt es sich, bei der Wahl eines neuen Autos auch Gebrauchtwagen in Betracht zu ziehen - besonders die, die wir dir in sehr preisgünstigen Abos auf unserer Seite carmore.pl anbieten.