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Sonderzahlung beim Leasing, wie sie die Rate verändert

Lesezeit: 10 Min.
Volkswagen Passat Variant – kombi na parkingu

Sonderzahlung beim Leasing, wie sie die Rate verändert

Eine hohe Sonderzahlung senkt die monatliche Rate. Das stimmt. Es ist aber nur die halbe Wahrheit.

Zahlt ein Unternehmen zu Vertragsbeginn 30 Prozent des Fahrzeugwerts, bindet es einen beträchtlichen Teil seiner Liquidität. Dieses Geld kann schon einen Monat später für Umsatzsteuer, Gehälter oder den Wareneinkauf fehlen. Ein Leasing ohne Sonderzahlung schont dagegen das Firmenkonto, führt jedoch zu höheren monatlichen Verpflichtungen und in der Regel zu höheren Finanzierungskosten.

Den einen richtigen Prozentsatz gibt es deshalb nicht. Für einen Betrieb mit stabilen Zahlungseingängen können 10 Prozent ein vernünftiger Kompromiss sein. Bei einem saisonabhängigen Geschäft sind 20 Prozent und eine niedrigere Rate in schwächeren Monaten unter Umständen sinnvoller. Wer eine größere Investition plant, kann sich bewusst für 0 Prozent entscheiden, obwohl das Leasing über die gesamte Laufzeit teurer wird.

Entscheidend ist der Cashflow. Nicht die Rate, die in der Werbung am besten aussieht.

Was genau ist die Zahlung zu Vertragsbeginn?

Die Sonderzahlung wird bei Aktivierung des Leasingvertrags fällig. In polnischen Verträgen findet sich dafür häufig die Bezeichnung czynsz inicjalny, also Initial- oder Anfangsmiete. Üblicherweise wird sie als Prozentsatz des Fahrzeugwerts angegeben. Kostet ein Auto 100.000 PLN netto, entsprechen 10 Prozent einer Zahlung von 10.000 PLN netto. Bei 20 Prozent sind es 20.000 PLN netto.

Hinzu kommt die polnische Umsatzsteuer von 23 Prozent. Bei einer Netto-Sonderzahlung von 20.000 PLN werden daher zunächst 24.600 PLN brutto vom Firmenkonto abgebucht. Die Umsatzsteuer kann später, abhängig von der Nutzung des Fahrzeugs, ganz oder teilweise abgezogen werden. Bezahlt werden muss sie trotzdem zuerst. Für die Liquiditätsplanung ist dieser Zeitpunkt relevant.

Die Sonderzahlung ist keine Kaution. Sie wird nach Vertragsende nicht erstattet und darf nicht mit dem Restwert beziehungsweise der Kaufoption am Ende der Laufzeit verwechselt werden. Sie ist ein vorab gezahlter Teil der Leasingkosten und reduziert den zu finanzierenden Betrag.

Bei Firmenangeboten auf dem polnischen Markt sind Werte zwischen 0 und 45 Prozent üblich. Nicht jede Kombination ist jedoch für jedes Auto und jeden Antragsteller verfügbar. Einfluss haben unter anderem das Fahrzeugalter, die Vertragsdauer, der Restwert und die Bonitätsprüfung des Unternehmens.

Wie stark sinkt die monatliche Rate?

Nehmen wir einen Gebrauchtwagen mit einem Nettowert von 100.000 PLN, eine Laufzeit von 36 Monaten und einen Restwert von 20 Prozent. Zur Vereinfachung gehen wir von konstanten Finanzierungskosten aus. Provisionen, Versicherung und Verwaltungsgebühren bleiben in der Rechnung unberücksichtigt.

Eine überschlägige Kalkulation kann so aussehen:

Das ist ein Rechenbeispiel, kein verbindliches Angebot. Der tatsächliche Zahlungsplan hängt unter anderem vom Referenzzinssatz, der Marge des Leasinggebers, dem Fahrzeugalter und der jeweiligen Gebührenstruktur ab.

Der Mechanismus dahinter ist einfach: Jede Zahlung zu Vertragsbeginn reduziert den Kapitalbetrag, auf den Finanzierungskosten berechnet werden. In diesem Beispiel senken weitere 10.000 PLN die monatliche Rate um rund 310 PLN netto.

Die eigentliche Frage lautet also: Möchte das Unternehmen heute 10.000 PLN ausgeben, um drei Jahre lang monatlich etwa 310 PLN weniger zu zahlen? Die Höhe der Rate allein liefert darauf keine Antwort.

Eine niedrige Rate ist nicht automatisch die bessere Entscheidung

Bei zwei ansonsten identischen Zahlungsplänen reduziert eine höhere Sonderzahlung normalerweise die gesamten Zinskosten. Der Leasinggeber stellt weniger Kapital bereit und berechnet seine Finanzierungskosten auf einen niedrigeren Betrag.

Die Ersparnis ist allerdings nicht immer groß genug, um dafür fast die gesamte freie Liquidität aufzugeben. Das gilt besonders für kleine Unternehmen.

Angenommen, ein Unternehmer verfügt über eine Rücklage von 35.000 PLN. Mit einer Zahlung von 30.000 PLN kann er die monatliche Nettorate auf etwa 1.700 PLN drücken. Auf dem Konto bleiben dann aber nur noch 5.000 PLN. Eine verspätet bezahlte Rechnung, eine Maschinenreparatur oder eine Steuernachzahlung reicht aus, um ein Problem zu verursachen. Auf dem Papier ist das Leasing günstiger. Der Betrieb selbst steht jedoch unsicherer da.

Meine Faustregel: Nie den maximal möglichen Betrag einzahlen, nur damit die Rate gut aussieht. Nach der Fahrzeugübernahme sollte genügend Geld für die laufenden Betriebskosten verfügbar bleiben. Bei einem Unternehmen sind das drei Monatsausgaben, bei einem anderen sechs. Ein saisonabhängiger Betrieb braucht meist einen größeren Puffer als eine Praxis oder Agentur mit festen monatlichen Einnahmen.

Wann sind 0 Prozent sinnvoll?

Leasing ohne Anfangszahlung ist teurer und besteht nicht in jedem Fall die Bonitätsprüfung. Trotzdem kann diese Variante wirtschaftlich vernünftig sein.

Das betrifft vor allem Unternehmen, die mit ihrem Kapital mehr erwirtschaften, als die Finanzierung kostet. Ein Bauunternehmen kann 20.000 PLN in Material für den nächsten Auftrag investieren, statt den Betrag für das Fahrzeug einzusetzen. Ein Onlinehändler nutzt das Geld, um vor dem Saisongeschäft sein Lager zu füllen. Ein Kurierdienst hält damit Reserven für Kraftstoff, Reifen und laufende Wartung vor.

Auch bei schwer planbaren Zahlungseingängen können 0 Prozent sinnvoll sein. Die höhere Rate ist dann der Preis dafür, dass die Liquidität zum Vertragsbeginn erhalten bleibt. Allerdings muss der Betrieb diese Rate auch in einem schwachen Monat tragen können.

Keine Sonderzahlung bedeutet außerdem nicht automatisch, dass bei der Fahrzeugübernahme keine Kosten anfallen. Möglich sind Zulassungsgebühren, Versicherungsprämien, die erste Rate oder weitere Positionen aus der Gebührentabelle des Leasinggebers.

Warum 10 bis 20 Prozent oft gut funktionieren

Dieser Bereich bietet häufig ein vernünftiges Verhältnis zwischen monatlicher Belastung und verfügbarer Liquidität. Bei gebrauchten Škoda Octavia, Toyota Corolla oder Volkswagen Passat kann eine Zahlung von 10 bis 20 Prozent die monatliche Belastung gegenüber der Null-Prozent-Variante um mehrere Hundert PLN senken, ohne gleich die Hälfte der Firmenrücklagen zu binden.

Ein höherer Eigenanteil kann auch die Prüfung des Antrags erleichtern. Er zeigt, dass sich der Kunde finanziell an der Transaktion beteiligt, und reduziert die Finanzierungssumme. Eine Zusage garantiert er nicht.

Einfach den höchstmöglichen Eigenanteil vorzuschlagen, greift allerdings zu kurz. Die passende Sonderzahlung ergibt sich aus der Branche, der Art der Gewinnermittlung und der finanziellen Situation des Unternehmens, nicht aus dem Wunsch, die Rate möglichst niedrig aussehen zu lassen.

Sind 30 bis 45 Prozent noch vernünftig?

Eine derart hohe Zahlung ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Unternehmen über freie Liquidität verfügt und seine monatlichen Fixkosten bewusst reduzieren möchte. Bei einem saisonabhängigen Betrieb kann das gut passen: Nach einem starken Quartal wird ein größerer Betrag eingesetzt, damit die Raten in den Wintermonaten niedriger ausfallen.

Es gibt noch einen zweiten Fall, den Wunsch, die monatliche Belastung dauerhaft niedrig zu halten. Dann muss neu gerechnet werden: Ist das Leasing unter diesen Bedingungen noch attraktiv, und bleibt nach der Zahlung eine ausreichende Reserve?

45 Prozent sollten keine Standardlösung sein. Wenn ein Kunde fast den halben Fahrzeugwert bezahlt und dafür sein Konto leert, verschwindet das Risiko nicht. Es verlagert sich lediglich vom Leasinggeber auf die Liquidität des Unternehmens.

Steuervorteile sind hilfreich, aber kein Entscheidungsgrund

Beim polnischen operativen Leasing kann die Sonderzahlung steuerlich als Betriebsausgabe berücksichtigt werden. Dabei gelten die Vorschriften und Abzugsgrenzen für das jeweilige Fahrzeug. Für Pkw liegt die steuerlich relevante Wertgrenze in Polen bei 150.000 PLN, für Elektrofahrzeuge bei 225.000 PLN. Wie die Ausgabe erfasst wird, kann außerdem von der Buchführungsart und den angewandten Bilanzierungsregeln abhängen.

Hinzu kommt die Umsatzsteuer. Bei gemischter privater und betrieblicher Nutzung können üblicherweise 50 Prozent der Vorsteuer abgezogen werden. Ein Abzug von 100 Prozent ist möglich, wenn das Fahrzeug nachweislich ausschließlich betrieblich genutzt wird und die entsprechenden formalen Voraussetzungen erfüllt sind.

Das ist ein realer Vorteil, aber kein guter Grund, unnötig Geld auszugeben. Eine Betriebsausgabe bedeutet nicht, dass das Finanzamt den gesamten Betrag erstattet. Das Unternehmen erhält nur einen Teil des Aufwands über eine niedrigere Steuerbelastung zurück. Besonders bei einem teureren Pkw sollte die konkrete Behandlung vor Vertragsabschluss mit der polnischen Buchhaltung oder Steuerberatung abgestimmt werden.

So passt die Sonderzahlung zum Cashflow

Zuerst sollte die maximal tragbare Monatsrate festgelegt werden. Nicht die Rate, die das Unternehmen in einem starken Monat problemlos bezahlt, sondern der Betrag, der auch bei rückläufigen Umsätzen funktioniert.

Danach folgt die Berechnung des gesamten Kapitalbedarfs zum Vertragsstart, in Bruttobeträgen. Dazu gehören die Sonderzahlung, Versicherung, Zulassung und mögliche Bearbeitungsgebühren. Nach Begleichung dieser Kosten muss ein operativer Puffer übrig bleiben.

Erst jetzt lohnt sich der Vergleich mehrerer Varianten, zum Beispiel mit 0, 10, 20 und 30 Prozent. Dabei sollten Monatsrate, Summe aller Zahlungen, Restwert und der bei Vertragsabschluss benötigte Betrag nebeneinanderstehen. Der günstigste Zahlungsplan ist nicht zwangsläufig der sicherste.

Mit dem Carmore-Rechner lässt sich prüfen, wie sich Sonderzahlung, Laufzeit und Restwert auf die Rate eines konkreten Gebrauchtwagens auswirken. Die Online-Finanzierung steht Privatpersonen und Unternehmen, auch Einzelunternehmen, offen und lässt sich bequem und schneller als auf dem üblichen Weg abwickeln. Möchten Sie eine bestimmte Variante besprechen, sprechen Sie mit uns. Wir prüfen Alternativen und rechnen eine Variante durch, die den Cashflow Ihres Unternehmens nicht unnötig belastet.

Bilder (Presseunterlagen der Hersteller)

  • Škoda Octavia Combi vor dem Sitz eines kleinen Unternehmens, Aufmacherbild mit einem typischen Flottenfahrzeug; Quelle: offizielles Škoda Presseportal.

  • Toyota Corolla Touring Sports beim Beladen des Kofferraums, Motiv eines Fahrzeugs im betrieblichen Alltag, etwa im Außendienst oder Handel; Quelle: Toyota Media Center.

  • Volkswagen Passat Variant auf einer Geschäftsreise, Bild für den Abschnitt zur Abstimmung der Leasingrate auf die regelmäßigen Unternehmenskosten; Quelle: Volkswagen Newsroom.

  • Ford Transit oder Transit Custom beim Entladen von Waren, Beispiel für eine Situation, in der verfügbare Liquidität wichtiger sein kann als die niedrigstmögliche Rate; Quelle: Ford Media Center.

Die Bilder sollten aus den offiziellen Presseportalen der Hersteller stammen und für eine rechtmäßige redaktionelle Nutzung freigegeben sein.

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