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Wie wählt man einen gebrauchten Firmenwagen für den Außendienst?

Lesezeit: 10 Min.
Volkswagen Passat kombi na parkingu

Wie wählt man einen gebrauchten Firmenwagen für den Außendienst?

Wer im Vertrieb 50.000 Kilometer pro Jahr zurücklegt, braucht ein anderes Auto als ein Mitarbeiter, der seine Kunden überwiegend in Warschau, Posen oder der Dreistadt besucht. Im ersten Fall sind ein leiser Dieselmotor, ein großer Tank und ein langstreckentauglicher Sitz gefragt. Im zweiten kann ein Vollhybrid wirtschaftlicher sein. Er spart genau dort Kraftstoff, wo ein klassischer Verbrenner besonders viel verbraucht: im Stau und auf kurzen Etappen.

Das eine Modell, das zu jeder Vertriebsorganisation passt, gibt es nicht. Falsch gewählte Fahrzeuge dagegen schon. Ein angesagter Benzin-SUV mag beim Kundentermin repräsentativ wirken. Bei 45.000 Kilometern jährlich wird sein Mehrverbrauch jedoch schnell zu einem spürbaren Posten im Fuhrparkbudget. Ein flacher Diesel-Kombi wiederum ist nicht automatisch ideal für jemanden, der jeden Tag ein Dutzend Mal ein- und aussteigt und regelmäßig auf schlechten Land- und Zufahrtsstraßen unterwegs ist.

Zuerst werden die Kilometer und Streckenprofile gerechnet. Danach kommen Karosserie, Antrieb und Ausstattung.

Nicht nur die Kilometerzahl entscheidet

Die jährliche Laufleistung sagt viel aus, aber längst nicht alles. Zwei Fahrzeuge können jeweils 40.000 Kilometer im Jahr zurücklegen und dabei völlig unterschiedlich beansprucht werden.

Das erste pendelt regelmäßig zwischen Katowice und Warschau, meist über die Autobahn. Das zweite fährt von Verkaufsstelle zu Verkaufsstelle im oberschlesischen Ballungsraum. Auf der Autobahn zählen Geräuschkomfort bei 140 km/h, ein adaptiver Tempomat, Fahrstabilität und Reichweite. Im Stadtverkehr sind Verbrauch, Automatikgetriebe, Wendigkeit und ein bequemer Einstieg wichtiger.

Vor der Fahrzeugsuche sollten vier Fragen beantwortet sein:

  • Wie viele Kilometer kommen monatlich zusammen, und welcher Anteil entfällt auf Autobahnen?

  • Transportiert der Mitarbeiter nur Laptop und Unterlagen oder auch Muster, Displays und Werkzeug?

  • Wie oft muss das Auto in Innenstädten oder Tiefgaragen abgestellt werden?

  • Ist es einer Person fest zugeordnet oder wird es von mehreren Mitarbeitern genutzt?

Auch die Ausstattung muss zum Arbeitsalltag passen. Ein beheizbares Lenkrad klingt nach Luxus, bis der Arbeitstag im Januar um sechs Uhr morgens beginnt. Ähnlich verhält es sich mit Rückfahrkamera, Automatik und Abstandsregeltempomat. Bei hoher Fahrleistung reduzieren solche Extras die Belastung des Fahrers tatsächlich. Sie machen nicht bloß das Inserat attraktiver.

Limousine: angenehm auf langen Strecken, im Alltag weniger flexibel

Eine Limousine passt weiterhin zu Positionen, bei denen der Dienstwagen auch repräsentative Aufgaben erfüllt. Toyota Camry, Volkswagen Passat Limousine oder BMW 3er wirken beim Kundentermin seriös. Gleichzeitig bieten sie ein stabiles Fahrverhalten und sind häufig besser gedämmt als vergleichbare SUVs.

Die Einschränkungen zeigen sich am Kofferraum. Das Volumen kann auf dem Papier stattlich ausfallen, doch die schmale Öffnung erschwert das Einladen größerer Kartons, Aufsteller oder Werbematerialien. Eine umklappbare Rückbank hilft, ersetzt aber keine weit öffnende Heckklappe.

Für einen Regionalleiter, B2B-Berater oder Außendienstmitarbeiter, der Aktentasche, Koffer und einige Produktmuster transportiert, kann eine Limousine gut funktionieren. Müssen regelmäßig Kartons ins Auto, macht sie den Arbeitsalltag unnötig kompliziert.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Toyota Camry 2.5 Hybrid eine interessante Option. Er bietet viel Platz, fährt komfortabel und bleibt im gemischten Betrieb vergleichsweise sparsam. Man muss allerdings mit einer Karosserielänge von fast fünf Metern leben. Auch der Kofferraum lässt sich weniger flexibel nutzen als bei einem Kombi.

Der Kombi ist meist der vernünftigste Kompromiss

Wenn ein Unternehmen keine besonderen Anforderungen hat, würde ich die Suche in dieser Fahrzeugklasse beginnen. Škoda Octavia Combi, Volkswagen Passat Variant und Toyota Corolla Touring Sports verbinden einen großen Kofferraum mit vertretbaren Betriebskosten und genügend Komfort für regelmäßige Langstrecken.

Besonders praxisnah ist der Octavia. Die Ladefläche ist gut zugänglich, im Innenraum gibt es reichlich Platz, und die Motorenauswahl ist groß. Für häufige Autobahnfahrten bietet sich der 2.0 TDI an. Bei einem gemischteren Einsatzprofil kann der 1.5 TSI sinnvoll sein. Vor dem Kauf gehören die Wartungshistorie, die Funktion des DSG-Getriebes und die tatsächliche Laufleistung auf den Prüfstand, gerade bei ehemaligen Flottenfahrzeugen.

Der Passat Variant ist auf der Autobahn meist leiser und komfortabler, gut ausgestattete Exemplare kosten allerdings mehr. Der Corolla Touring Sports 1.8 Hybrid spielt seine Stärken dagegen in der Stadt und im Umland aus. Bei schneller, gleichmäßiger Autobahnfahrt schrumpft sein Verbrauchsvorteil deutlich.

Auch ein Kombi ist nicht perfekt. Die Sitzposition liegt niedriger als im SUV, und die lange Karosserie macht enge Parkplätze nicht angenehmer. Trotzdem bietet diese Bauform häufig den größten praktischen Nutzen für jeden Złoty, den ein Unternehmen in Anschaffung, Leasing, Kraftstoff und Wartung investiert.

Hybrid bezeichnet den Antrieb, nicht die Karosserie

Limousine, Kombi, SUV und Hybrid lassen sich nicht direkt nebeneinanderstellen. Die ersten drei Begriffe beschreiben die Karosserie, der letzte die Antriebstechnik. Ein Hybrid kann eine Limousine, ein Kombi oder ein SUV sein. Der Antrieb muss deshalb separat beurteilt werden.

Ein Vollhybrid, wie er im Toyota Corolla, Camry oder RAV4 eingesetzt wird, passt am besten zu Stadtverkehr und gemischten Strecken. Er gewinnt beim Bremsen Energie zurück, fährt beim Anfahren häufig rein elektrisch und muss nicht an eine Steckdose. Im Stop-and-go kann das sehr effizient sein.

Auf der Autobahn gelten andere Regeln. Bei konstant hohem Tempo übernimmt der Verbrennungsmotor den größten Teil der Arbeit, wodurch der Vorsprung gegenüber einem guten Diesel deutlich kleiner wird. Eine Probefahrt ist Pflicht. Das typische Hochdrehen des stufenlosen Getriebes bei kräftiger Beschleunigung gefällt nicht jedem Fahrer.

Ein Plug-in-Hybrid ergibt nur dann Sinn, wenn das Unternehmen regelmäßiges Laden sicherstellen kann. Ohne Ladepunkt transportiert der Außendienstmitarbeiter einen schweren Akku, nutzt aber überwiegend den Benzinmotor. Dann kann der reale Verbrauch höher ausfallen als geplant.

SUV: bequem, aber bitte nüchtern kalkulieren

Ein SUV erleichtert das Ein- und Aussteigen, bietet eine höhere Sitzposition und kommt mit schlechten Zufahrtsstraßen besser zurecht. Das sind handfeste Vorteile für Mitarbeiter, die täglich viele Standorte besuchen oder regelmäßig Baustellen und Industriegebiete anfahren.

Škoda Karoq, Hyundai Tucson und Kia Sportage bieten brauchbare Platzverhältnisse, ohne die Abmessungen großer Premium-SUVs zu erreichen. Der Toyota RAV4 Hybrid eignet sich gut für gemischte Strecken, kostet in der Anschaffung aber meist mehr als ein vergleichbarer Kombi.

Größere Räder, höheres Gewicht und schlechtere Aerodynamik treiben die laufenden Kosten nach oben. Schon ein Mehrverbrauch von einem Liter auf 100 Kilometer bedeutet bei 50.000 Kilometern Fahrleistung zusätzliche 500 Liter Kraftstoff pro Jahr. Hinzu kommen teurere Reifen, oft im Format 18 oder 19 Zoll.

Mehr Platz bietet ein SUV übrigens nicht automatisch. Ein kompakter Crossover kann trotz seiner wuchtigen Optik weniger Kofferraum haben als ein Octavia Combi. Nachmessen und Probe fahren. Das ist aussagekräftiger als jedes Pressefoto.

Drei Einsatzprofile, drei unterschiedliche Entscheidungen

Für einen Außendienstmitarbeiter, der hauptsächlich Autobahn fährt, würde ich nach einem gebrauchten Kombi mit Zweiliter-Diesel suchen. Passat Variant, Škoda Superb Combi und Octavia Combi bieten eine hohe Reichweite und gut kalkulierbare Verbrauchswerte. Ein Fahrzeug für hohe Laufleistungen braucht eine nachvollziehbare Wartungshistorie, einen ergonomischen Sitz und funktionierende Assistenzsysteme. Ein niedriger Kilometerstand allein reicht nicht.

Im Ballungsraum und auf Strecken ins Umland passen ein Corolla Touring Sports Hybrid oder eine Corolla Limousine häufig besser. Das Automatikgetriebe entlastet den Fahrer, während der Hybridantrieb im Stau den Kraftstoffverbrauch reduziert.

Besteht der Arbeitstag aus häufigem Ein- und Aussteigen, schlechten Fahrbahnen und Fahrten abseits befestigter Straßen, sind Karoq, Tucson oder Sportage vernünftige Kandidaten. Zum größten verfügbaren SUV würde ich trotzdem nicht greifen, nur weil seine Leasingrate noch ins Budget passt. Das Unternehmen bezahlt schließlich auch Kraftstoff, Reifen und Versicherung.

Ein Gebrauchtwagen verlangt eine andere Prüfung als ein Neuwagen

Bei einem ehemaligen Flottenfahrzeug zählt nicht nur das Modell, sondern vor allem das konkrete Exemplar. Ein regelmäßig gewartetes Auto mit 140.000 Kilometern kann der sicherere Kauf sein als ein Fahrzeug mit angezeigten 80.000 Kilometern und Lücken in der Historie.

Vor der Finanzierung sollten VIN, Serviceunterlagen, Getriebe, Abgasreinigung und Fahrwerk geprüft werden. Bei einem Hybrid empfiehlt sich außerdem ein Zustandsbericht für die Traktionsbatterie. Die Reifen dürfen in der Kalkulation ebenfalls nicht fehlen: Ein Satz Markenreifen für einen SUV kann mehrere Tausend PLN kosten.

Beim operativen Leasing in Polen liegt die Vertragslaufzeit meist zwischen 24 und 60 Monaten. Die Rate hängt unter anderem von Fahrzeugpreis, Sonderzahlung, Restwert beziehungsweise Kaufoption, Fahrzeugalter und Vertragsdauer ab. Zwei ähnliche Modelle nur anhand des Preises im Inserat zu vergleichen, führt deshalb schnell in die falsche Richtung.

Mit dem Leasingratenrechner von Carmore lässt sich eine eigene Variante kalkulieren. Sonderzahlung, Laufzeit und Kaufoption können angepasst werden, sodass die Auswirkungen auf die monatlichen Nettokosten direkt sichtbar werden. Die Finanzierung läuft bei Carmore online, für Privatpersonen und Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmen, bequem und schneller als auf dem üblichen Weg. Sprechen Sie mit einem Carmore-Berater, um die passende Variante zu wählen.

Bilder (Pressematerial der Hersteller)

  • Škoda Octavia Combi auf der Autobahndas Motiv zeigt das typische Einsatzumfeld eines Flottenfahrzeugs sowie die Proportionen der Karosserie. Quelle: offizielles Presseportal Škoda Media.

  • Toyota Corolla Touring Sports Hybrid im Stadtverkehrzur Veranschaulichung des Hybrideinsatzes auf gemischten Strecken und im Stop-and-go-Verkehr. Quelle: Toyota Newsroom Polska oder europäisches Toyota-Presseportal.

  • Volkswagen Passat Variant mit geöffnetem Kofferraumzeigt den verfügbaren Platz für Produktmuster, Gepäck und Vertriebsunterlagen. Quelle: Volkswagen Newsroom.

  • Hyundai Tucson auf einer Landstraße oder vor einem Industrieobjektverdeutlicht Situationen, in denen eine größere Bodenfreiheit und der bequemere Einstieg von Vorteil sind. Quelle: Hyundai Motor Europe Media Center.

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