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Ein paar Worte zur Beliebtheit von SUVs

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Einer der auffälligsten Trends in der Autowelt der letzten Jahre ist der enorme Popularitätszuwachs von SUVs. Jahr für Jahr tauchen auf den Straßen immer mehr Modelle dieser Art auf, und ihr Marktanteil verzeichnet jährlich einen deutlichen Anstieg. Laut Untersuchungen der Automarktagentur Jato sind sowohl in den USA als auch in Europa inzwischen über 30 % aller Neuzulassungen Fahrzeuge dieser Bauart. Das bedeutet: Jedes dritte neue Auto ist ein SUV. Doch woher kommt die Beliebtheit dieser Karosserieform eigentlich?

Eine kurze Geschichte des SUV

Als Pionier des SUV gilt der Jeep Wagoneer, der 1962 in den USA auf den Markt kam. Jeeps Rolle im Geländesegment prägte das allgemeine Bewusstsein so stark, dass Autos dieser Klasse bis heute umgangssprachlich oft „Jeeps“ genannt werden. Die europäische Geschichte reicht bis in die 1970er Jahre zurück und dreht sich um den legendären Range Rover. Zu seinen Kennzeichen gehörten die Eignung für jede Witterung, der Allradantrieb, die Rahmenbauweise sowie im schwierigen Gelände nützliche Untersetzungsgetriebe und Differenzialsperren. Die erste echte Revolution vollzog Toyota mit der Einführung des RAV4. Die Verbindung der klassischen Funktionalität eines SUV mit der Wendigkeit eines typischen Vertreters der C-Klasse wie des Toyota Corolla erwies sich als Volltreffer. Die wachsende Beliebtheit dieses Modells führte zu einem weiteren Experiment von Toyota: 1996 wurde eine Version mit reinem Frontantrieb eingeführt, was damals zumindest umstritten wirkte. Trotz aller Bedenken stiegen die Verkaufszahlen dieses Modells erneut. Im Laufe der Jahre begannen weitere Hersteller, die Beliebtheit der SUVs zu erkennen, und nahmen neue Modelle in ihr Angebot auf oder verwandelten ihre bestehenden Autos in „geländetaugliche“ Versionen. Mit jedem Jahr traten die charakteristischen Merkmale der ursprünglichen Vertreter dieses Segments, wie Untersetzungsgetriebe oder Allradantrieb, immer seltener auf. Zwar kommen diese Autos in schwierigen Bedingungen nach wie vor besser zurecht als ein durchschnittlicher Hatchback, doch ihre echte „Geländetauglichkeit“ hat sich deutlich verschlechtert. Das Verkaufsvolumen scheint jedoch zu bestätigen, dass dies der richtige Weg war. Besonders viel Aufsehen erregte das Erscheinen der ersten SUV-Modelle im Angebot von Marken wie BMW (Modell X5), Porsche (Cayenne) oder Audi (Q7). Heute bietet nahezu jeder Hersteller einen Vertreter dieser Klasse an, einschließlich der mit Luxusfahrzeugen assoziierten Hersteller wie etwa des als äußerst konservativ geltenden Rolls-Royce oder Aston Martin.

Gründe für die Beliebtheit

Woher kommt also die in den letzten Jahren so große Beliebtheit der SUVs und ihrer etwas kleineren Verwandten, der Crossover? Ein entscheidender Faktor für diesen Trend ist zweifellos die höhere Sitzposition hinter dem Lenkrad, die ein Gefühl von mehr Sicherheit vermittelt und für bessere Sicht sorgt. Die erhöhte Position erleichtert außerdem das Ein- und Aussteigen, besonders größeren Menschen. Wichtig ist auch die Vielseitigkeit: Dank des großen Innenraums und des reichlichen Kofferraumvolumens eignen sich SUVs gut als Familienauto. Zudem erfüllen sie dank des starken Fokus auf Design hervorragend die Rolle eines eleganten Stadtautos, und wenn uns die Lust auf einen Ausflug aufs Land oder sogar in schwierigeres Gelände packt: Was eignet sich besser als ein Modell, das mit echten Geländewagen verwandt ist?

Die Zukunft

Der SUV-Markt erlebt in den letzten Jahren einen wahren Popularitätsboom, doch die Frage ist, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Würden wir nach möglichen Gründen für eine künftige Umkehr dieses Trends suchen, müssten wir wohl auf die wesentlichen Nachteile dieses Autotyps verweisen, die Schwierigkeiten beim Parken und beim Fortbewegen auf immer stärker verstopften Straßen sowie den relativ hohen Verbrauch. Der erste Nachteil schlägt sich in der wachsenden Beliebtheit der Crossover, also der „kleineren SUVs“, nieder, wie etwa des Seat Arona oder des Volkswagen T-Roc. Der zweite führt dazu, dass SUV-Hersteller im Bemühen, die weltweiten und EU-Emissionsvorschriften zu erfüllen, ihrem Angebot immer mehr Hybrid- und Elektromodelle hinzufügen. Schon jetzt sehen wir einen sehr starken Trend, sich von den umweltschädlichsten Dieselmotoren abzuwenden, und in Zukunft wird die Ausrichtung auf Hybrid- und Elektromodelle, wie im gesamten Automobilmarkt, immer stärker werden.

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